Vils (zur Naab)
Die Vils ist ein Nebenfluss der Naab, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Nebenfluss der Donau, der in Vilshofen in selbige mündet. Zur Unterscheidung wird deswegen i.d.R. Naab oder Donau dahinter in Klammern angegeben. Die Vils entspringt in Kleinschönbrunn in der Marktgemeinde Freihung im Landkreis Sulzbach-Rosenberg und mündet nach 87 km in Kallmünz im Landkreis Regensburg in die Naab. Davon liegen aber nur ca. 5 km in unserem Amtsbereich. Der Großteil des 1219 km² großen Einzugsgebiets der Vils liegen im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes Weiden. Der Fluss ist aufgrund seiner geringen Strömung beliebt bei Bootswanderern und bietet, insbesondere nach umfassenden Renaturierungsprojekten, Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In der vorindustriellen Zeit kam dem Fluss zudem eine wirtschaftliche Bedeutung zu, da auf der Vils mit kleinen Schiffen Eisenwaren aus dem Raum Amberg nach Regensburg transportiert wurden.
Die Mündung der Vils in die Naab in Kallmünz liegt besonders schön, unterhalb eines Kalkfelsens, auf dem die Ruinen der Burg Kallmünz stehen. Die malerische Kulisse mit den beiden Flüssen und den vielen bunten Häusern hat schon immer Künstler angezogen. Auch von Hochwasser ist Kallmünz immer wieder betroffen und aufgrund der Lage und der historischen Bauten kaum zu schützen.
Details
Gewässerordnung: Gewässer 1. Ordung
Flusssystem: Donau - Schwarzes Meer
Ursprung: Vilsquelle Kleinschönbrunn (Gemeinde Freihung, Landkreis Amberg)
Mündung: Naab in Kallmünz (Landkreis Regensburg)
Länge: 87 km
Länge in unserem Amtsgebiet: 5 km
Einzugsgebiet: 1.219 km²
Höhenunterschied Quelle-Mündung: 115 m
Abflüsse: Pegel Dietldorf, Burglengenfeld
MQ: 10,7 m³/s
MNQ: 6,7 m³/s
MHQ: 47,7 m³/s
HQ100: 137 m³/s
NQ: 1,4 m³/s
Größtes HW 1970: 96,5 m³/s
Fotogalerie
