Chamb
Der Chamb (tschechisch Kouba) stellt mit seinen 51 km den längsten sowie wasserreichsten Nebenfluss des Regens dar. Er entspringt in Tschechien und bildet dann auf etwa 2 km die deutsch-tschechische Grenze, bevor er nach einem kleinen Bogen durch tschechisches Gebiet in den Landkreis Cham eintritt.
Nordöstlich von Furth im Wald wird seit 2009 der Chamb zum 82 ha großen Drachensee aufgestaut. Dieser dient sowohl zur Energieversorgung und zum Hochwasserschutz, als auch zur Erholung und in der „Ökozone“, wo sich die Natur ungestört entwickeln kann, zum Artenschutz.
Die Wasserführung des Chambs schwankt verglichen mit ähnlich großen Fließgewässern sehr stark. Während der Abfluss bei Niedrigwasser durchschnittlich nur 1,4 m³/s beträgt, ungefähr ein Viertel des durchschnittlichen Ablusses (4,3 m³/s), steigt er bei Hochwasser durchschnittlich auf 58,3 m³/s an, das ca. 14-fache des durchschnittlichen Abflusses. Das größte am Chamb gemessene Hochwasser 1970 hat mit 131 m³/s sogar das 30-Fache des durchschnittlichen Abflusses überstiegen.
Diese Gefahr durch das Hochwasser konnte durch den Bau des Drachensee-Staudamms weitgehend gebannt werden, sodass flussabwärts des Drachensees 2002 das letzte größere Hochwasser verzeichnet werden konnte.
Der Chamb ist Namensgeber zahlreicher an ihm gelegener Orte, darunter Cham, Chammünster, Chameregg und Chamerau.
Details
Gewässerordnung: Gewässer 2. Ordung
Flusssystem: Donau - Schwarzes Meer
Ursprung: als Kouba in der Nähe von Chodská Lhota, Bezirk Domažlice, Tschechien
Mündung: in den Regen bei Cham
Länge: 51 km
Länge in unserem Amtsgebiet: 42 km
Höhenunterschied Quelle-Mündung: 170 m
Abflüsse: Pegel Kothmaißling
MQ: 4,3 m³/s
MNQ: 1,4 m³/s
MHQ: 58,3 m³/s
HQ100: 101 m³/s
NQ: 0,3 m³/s
Größtes HW 1970: 131 m³/s
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