Weltwassertag 22.03.2026
Unter dem Motto „Water and Gender“ – Wasser und Gleichberechtigung steht am Internationalen Weltwassertag 2026 im Fokus, dass Frauen weltweit am meisten von der Wasserkrise bedroht sind.
Sauberes Trinkwasser und eine Sanitärversorgung sind von den Vereinten Nationen als Menschenrechte anerkannt. Laut der Weltgesundheitsorganisation haben mehr als 1 Milliarde Frauen – mehr als ein Viertel aller Frauen weltweit (27,1 %) – keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 1,8 Milliarden Menschen haben immer noch kein Trinkwasser vor Ort und in zwei von drei Haushalten sind Frauen hauptsächlich für das Wasserholen verantwortlich. Die globale Wasserkrise betrifft alle, aber nicht alle gleichermaßen. Besonders Frauen und Mädchen tragen die Hauptlast, wenn es keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen gibt. Sie holen Wasser, bewirtschaften es und kümmern sich um Kranke. Dies erfordert Zeit und Kraft, die ihnen für den Schulbesuch oder bezahlte Arbeit fehlen. Zudem gefährden sie ihre Gesundheit sowie Sicherheit und verpassen dabei Chancen.
Gleichzeitig sind sie häufig von Entscheidungen und Führungspositionen im Wassersektor ausgeschlossen. Deshalb ist die Wasserkrise auch eine Frauenkrise. Es braucht einen Wandel, bei dem Frauen gehört werden und gleichberechtigt mitentscheiden. Frauen müssen in allen Berei-chen der Wasserwirtschaft mitwirken können. Sie müssen den Wandel vorantreiben – als Ingenieurinnen, Wissenschaftlerinnen, Kommunalvertreterinnen und Fachkräfte für Wasserversorgung und Abwassertechnik.
