Hochwasserdialog

Ziel des Hochwasserdialogs ist es Vertrauen aufzubauen und eine Gesprächskultur auf Sachebene zu fördern. Der Bevölkerung soll die Möglichkeit geboten werden, Fragen, Einwände und konstruktive Vorschläge einzubringen, und so zum Hochwasserschutz in der eigenen Region beizutragen. Der Hochwasserdialog lebt von Transparenz und Gesprächsbereitschaft, weshalb Sie bei den Veranstaltungen die Möglichkeit haben, Ihre Meinung und Argumente zu äußern.

Auf dieser Internetseite werden Sie rechtzeitig über kommende Termine informiert – außerdem werden Protokolle und Fotodokumentation zum Download bereitgestellt. Aufgrund der Fülle der Informationen, finden Sie die aktuellen Informationen direkt im Anschluss, die von länger zurückliegenden Terminen weiter unten auf dieser Seite.

Sorgen der Bevölkerung

Besonders die Grundwassersituation bereitet den Anrainern Kopfzerbrechen: es besteht die Sorge, dass es zu einem Anstieg des Grundwassers in bebauten Flächen und somit zu nassen Kellern kommen könnte.

Doch auch die Landwirtschaft ist mit den geplanten Flutpoldern unzufrieden: So werden Flächenverluste für die notwendigen Deiche sowie Einschränkungen in der Bewirtschaftung und Wertverlust erwartet.

Außerdem wird die Zerstörung des Landschaftsbildes sowie der Verlust von wertvollen Lebensräumen (z.B. Magerwiesen) befürchtet. Alternative Rückhaltestandorte an anderen Gewässern werden gefordert.

Viele offene Fragen

Aktuell müssen noch zahlreiche Fragen geklärt werden, wie zum Beispiel:

  • Welche Auswirkungen hat ein Flutpolder auf das Grundwasser?
  • Wie wirkt sich ein Flutpolder auf gefährdete Tier- und Pflanzenarten aus?
  • Welche Auswirkungen hat der Flutpolder auf die landwirtschaftliche Nutzung?

Fragen und Antworten aus dem bisherigen Dialogprozess

Im Rahmen des bisherigen Dialogprozesses sind viele Fragen gestellt worden. Mit diesen hat sich seit Frühjahr 2016 eine Arbeitsgruppe beschäftigt und eine ausführliche Liste erarbeitet, in der die Standpunkte der Behörden und der Interessensvertreter gegenübergestellt werden. In der Arbeitsgruppe mitgewirkt haben die Interessensvertreter, die betroffenen Kommunen, das Landratsamt Regensburg, der Bayerische Bauernverband, die Donau-Naab-Regen-Allianz, die Regierung der Oberpfalz, das Bayerische Landesamt für Umwelt und das Wasserwirtschaftsamt Regensburg. Der Prozess wurde von einem externen Moderationsbüro begleitet und unterstützt. Als Ergebnis finden Sie nun ein von allen Beteiligten abgestimmtes Dokument "Zusammenfassung - Standpunkte der Dialoggruppen" im Kasten "Weiterführende Informationen" .

Übergabe des Zwischenfazits im Hochwasserdialog an Staatsministerin Ulrike Scharf am 24.01.2017, im Vordergrund Umweltministerin Scharf mit den beteiligten Interessensvertretern, den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen und Vertretern der beiteiligten BehördenBild vergrössern Umweltministerin Scharf mit den beteiligten Interessensvertretern, den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen und Vertretern der beiteiligten Behörden; Foto: Landkreis Regensburg, Harald Hillebrand

Am 24. Januar 2017 wurde das Positionspapier über den aktuellen Stand im Hochwasserdialog an Umweltministerin Ulrike Scharf überreicht. Das Dokument gibt einen Überblick über Konsens und Dissens zwischen Interessensvertretern und Behörden. Ebenfalls übergeben wurde eine sogenannte „Shortlist“ mit einer Kurzzusammenfassung aus Sicht des Moderatorenteams. Das Ergebnis finden Sie nun als „Shortlist“ im Kasten "Weiterführende Informationen". Hier auch die gemeinsame Presseinformation dazu.

Diskussionsforen

Die Diskussionsforen werden sowohl überregional als auch regional angeboten. Während sich die überregionalen Foren an alle Stakeholder richten, sind die regionalen Diskussionsveranstaltungen für alle unmittelbar betroffenen Anrainer und Verantwortlichen geplant.



Vorortgespräche

Nach Gesprächen mit Interessensvertretern wie Naturschutz, Verwaltung, Land- und Forstwirtschaft sowie Politik sollte in den Vorortgesprächen die direkt betroffene Bevölkerung zu Wort kommen.

Die Anrainer wurden mit diesem Schritt in den Prozess eingebunden und konnten ihre Sorgen, Bedenken und Fragen zu den Flutpoldern äußern sowie mögliche Auswirkungen der Flutpolder diskutieren.

 Foto vom Vorortgespräch in Kiefenholz, man sieht die interessierten Bürger an den Tischen sitzen Bild vergrössernVorortgespräch am 15.07.2015 in Kiefenholz
 Foto vom Vorortgespräch in Pfatter, man sieht die interessierten Bürger an den Tischen sitzen Bild vergrössernVorortgespräch am 30.07.2015 in Pfatter

Runder Tisch Kommunalpolitik und Mandatsträger

Der Runde Tisch am 26. Juni 2015 markiert den offiziellen Startpunkt des Hochwasserdialogs an den Standorten Eltheim und Wörthhof. Eingeladen wurden unter anderem die Landrätin, Bürgermeister und Landtagsabgeordnete aus der Region. Dabei wurde den Politikern der Dialogprozess sowie das Hochwasserschutz- und Flutpolderkonzept vorgestellt.

Auftaktveranstaltung vor Ort

Am 9. Februar 2015 informierte Frau Staatsministerin Ulrike Scharf die Bürger in Barbing über die geplanten Flutpolderstandorte Eltheim und Wörthhof und das Dialogverfahren.