Wasserspeicherung
Die Wasserspeicherung erfolgt in Wasserbehältern. Diese Wasserspeicher haben die Aufgabe,
- die Schwankungen zwischen dem Wasserdargebot aus den Gewinnungs- und Aufbereitungsanlagen und dem Wasserbedarf im Versorgungsgebiet auszugleichen,
- den maximalen Wasserbedarf eines Tages abzudecken,
- eine Reserve zur Notversorgung bei kurzzeitigen Betriebsstörungen vorzuhalten
- und den erforderlichen Betriebsdruck im Versorgungsgebiet sicherzustellen.
Wenn Löschwasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung bereit gestellt werden muß, ist der Inhalt des Wasserspeichers entsprechend zu vergrößern.
Die Wasserbehälter unterscheidet man in vier Behälterarten.
Hinsichtlich der Höhenlage zum Versorgungsgebiet werden Hochbehälter und Tiefbehälter, nach der Lage zum Gewinnungs- und Versorgungsgebiet werden Durchlaufbehälter und Gegenbehälter unterschieden.
Hochbehälter Kirchzell in UnterfrankenBehälterarten
Hochbehälter:
Hochbehälter werden am häufigsten zur Wasserspeicherung genutzt. Ihr Wasserspiegel liegt deutlich höher als das Versorgungsgebiet, damit das Wasser im freien Gefälle und unter ausreichendem Druck den Verbrauchern zuläuft. Die überwiegend ausgeführte und wirtschaftlichste Form ist der Erdhochbehälter, der entweder ganz oder teilweise unter Gelände liegt. Die Höhenlage des Behälters bestimmt den Versorgungsdruck. Dieser sollte bei maximal 6 bar und minimal 4 bar liegen. Sind nicht genügend große Höhenunterschiede im Gelände vorhanden, werden sog. Wassertürme gebaut.
Tiefbehälter:
Tiefbehälter bieten aufgrund ihrer Lage keine Möglichkeit zur Schaffung eines ausreichenden Versorgungsdrucks. Sie werden deshalb in der Regel in Verbindung mit einer Druckerhöhungsanlage betrieben, deren Pumpen den notwendigen Versorgungsdruck erzeugen und dem Tiefbehälter das Wasser entnehmen. Außerdem dienen Tief behälter zum Ausgleich zwischen Wasserdargebot und Wasserbedarf.
Durchlaufbehälter:
Durchlaufbehälter liegen zwischen der Wassergewinnung und dem Versorgungsgebiet. Das dort benötigte Wasser wird durch den Wasserbehälter geleitet. Damit ist in der Regel eine ausreichende Wassererneuerung gewährleistet.
Gegenbehälter:
Gegenbehälter liegen, von der Wassergewinnung aus gesehen, hinter dem Versorgungsgebiet. Nur das dort nicht benötigte Wasser erreicht den Wasserbehälter. Während verbrauchsreicher Entnahmezeiten findet daher von zwei Seiten eine Einspeisung in das Versorgungsnetz statt. Dies führt zu einer größeren Versorgungssicherheit. Allerdings ist durch besondere Maßnahmen eine ausreichende Wassererneuerung sicherzustellen.
Nachstehende Abbildung zeigt die Funktionsweise eines Tiefbrunnens als Flash-Animation. Zur Anzeige ist ein Flash-PlugIn notwendig. Hinweis zum Bildinhalt: Die dargestellte Wasser-Aufbereitung ist nicht bei jeder Wasserversorgungseinrichtung installiert.

