Hochwasserschutz Sinzing
Der Freistaat Bayern baut mit der Gemeinde Sinzing
Hochwasser in Sinzing
Der Ort Sinzing liegt direkt an den Flüssen Donau und Schwarze Laber. Als Teil des natürlichen Wasserkreislaufs treten dort schon immer Überschwemmungen auf.
Große Hochwasserereignisse haben in der Vergangenheit erhebliche Bauschäden und Beeinträchtigungen der Infrastruktur verursacht.
Besonders hervorzuheben ist das Pfingsthochwasser vom 24. Mai 1999 mit dem bisher höchsten Pegelstand in Oberndorf von 7,30m bei einer Jährlichkeit von HQ 50, sowie die Hochwasserereignisse vom 14. August 2002
und 25. August 2005.

Überflutete Donaustrasse am 24.05.1999

Sinzing am Pfingsthochwasser 1999
Das Hochwasserschutzkonzept
Mit den nun laufenden Maßnahmen zum Hochwasserschutz wird ein Schutz des Hauptortes der Gemeinde Sinzing für ein 100jährliches Donauhochwasser erreicht. Die geschützte Fläche beträgt etwa 10 ha. Darin befindet sich die bestehende Bebauung, also Wohn-u. Geschäftshäuser, sowie Gewerbebetriebe mit etwa 50 Arbeitsplätzen.

Übersichtslageplan der Ortschaft Sinzing
Die Schutzeindeichung verläuft nahe entlang der vorhandenen Bebauung, um den Vorgaben der Wassergesetze
(Erhalt des Retentionsraumes) zu entsprechen.
Die Hochwasserschutzdeiche werden nach ihrer Errichtung begrünt.
An Abflussengstellen (z. B. entlang der Schwarzen Laber) werden Hochwasserschutzmauern eingesetzt, weil diese wenig
Platz beanspruchen.
An ausgewählten Stellen werden zusätzlich mobile Hochwasserschutzelemente eingesetzt, um die
dauerhaften Eingriffe in das Landschafts- u. Ortsbild zu minimieren.
Die Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz werden
voraussichtlich bis Ende 2011 abgeschlossen sein.
Der Spatenstich
Am 07.05.10 erfolgte der feierliche Spatenstich.

Feierlicher Spatenstich am 07.05.2010 in Sinzing
Sie absolvierten den so lange ersehnten Spatenstich (v.l.n.r.)
Wolf-Dieter Rogowsky (Amtsvorstand Wasserwirtschaftsamt Regensburg)
Franz Leutgäb (Fa. Guggenberger)
Sylvia Stierstorfer (MdL)
Herbert Mirbeth (Landrat Landkreis Regensburg)
Brigitta Brunner (Regierungspräsidentin)
Patrick Grossmann (1. BGM Sinzing)
Gerhard Bortner (Planer)
Bilder Bauphase

Mauerbau entlang der Schwarzen Laber August 2010

Bewehrung am Schöpfwerk 1 im August 2010

Dammbau im Bereich Flurweg Oktober 2010

Errichtung der Winkelstützmauer im November 2010
Technische Daten
| Bauumfang | |
|---|---|
| ca. 650 m |
Hochwasserschutzdeich, Deichhöhe bis 3,00 m
|
| ca. 720 m |
Hochwasserschutzmauern, Höhe bis 4,00 m
|
| ca. 180 m |
Hochwasserschutzmauer auf Spundwand
|
| 600 m² |
Mobile Hochwasserschutzelemente
|
| 2 |
Schöpfwerke mit Pumpleistungen von 800 l/s bzw. 650 l/s bei einer Förderhöhe von bis zu 5,00 m
|
| 1 |
Lagerhalle für Dammbalken mit 500 m³ umbautem Raum
|
| 2 |
Schöpfwerke mit Pumpleistungen von 800 l/s bzw. 650 l/s bei einer Förderhöhe von bis zu 5,00 m
|
| 1 |
Lagerhalle für Dammbalken mit 500 m³ umbautem Raum
|
| 4 |
Schieberbauwerke
|
| ca. 1200 lfm |
Deichhinterwege
|
| ca. 2000 m |
Dränage/ Rohrleitungen DN 200 bis DN 800
|
| 1 |
Fischaufstiegshilfe
|
| 2 |
Flächen zur Retentionsraumgewinnung mit Ökoausgleich auf einer Gesamtfläche von 2,7 ha
|
Planung und Ausführung
| Bauoberleitung: | Wasserwirtschaftsamt Regensburg |
| Planung/ Örtliche Bauüberwachung |
Dr. Blasy - Dr. Overland, Eching |
| Sicherheits- u. Gesundheitsschutzkoordinator | Ing.-Büro Weindl, Cham |
| Bauausführung |
Firma Guggenberger, Mangolding
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| Ausführung M+E Technik |
Firma WILO EMU GmbH, Roth
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Bauzeit
Mai 2010 bis Dezember 2011
Kosten
Gesamtkosten 5,3 Mio. €
Finanzierung
Die Gesamtkosten der Maßnahme einschließlich Planungsleistungen und Grunderwerb belaufen sich nach dem
derzeitigen Kenntnisstand auf 5,3 Mio. €.
Der Anteil der reinen Baukosten für die Maßnahmen zum
Hochwasserschutz beträgt 4,3 Mio. €. Daran ist die Gemeinde mit 38% beteiligt, der Anteil des Freistaat
Bayern wurde zum Teil mit Mitteln der Europäischen Union finanziert.
(Programm EFRE 2007-2013, Ziel RWB)
Die Gemeinde legt einen Teil ihrer Kosten auf die vorteilsziehenden Anlieger um.
Ansprechpartner
WWA Regensburg
Abteilungsleiter
Alfons Lerch
