Wasserwirtschaftsamt
Regensburg

Übernutzung

Die Bilanz muss stimmen !

Grundwassergefährdung:

Da Grundwasser nur begrenzt zur Verfügung steht, soll es für möglichst hochwertige Nutzungen verwendet werden - vor allem für die Trinkwassergewinnung. Gewerbe und Industrie sollen ihren Wasserbedarf in erster Linie aus oberirdischen Gewässern, mit Regenwasser und durch Mehrfachverwendung decken. So weit der Grundsatz. Wie immer muss jedoch im Einzelfall entschieden werden, wo und wie viel Wasser umweltverträglich genutzt werden kann. Die Vereinbarung der Umweltminister auf der Konferenz der Vereinten Nationen von 1992 in Rio de Janeiro - die Agenda 21 - fordert eine nachhaltige Entwicklung, also die Sicherung der Zukunft unserer Kinder im Einklang mit der Umwelt. Dies bedeutet auch, die Nutzung des Grundwassers auf das ökologisch vertretbare Maß zu beschränken. Tiefes Grundwasser beispielsweise erneuert sich von Natur aus wesentlich langsamer als oberflächennahes. Nur wenn ein wirklich zwingender Bedarf besteht und keine wirtschaftliche Alternative existiert, darf also auf tiefes Grundwasser zurückgegriffen werden.

Nach den Maßstäben einer solchen nachhaltigen Nutzung können von den rund 15 Milliarden Kubikmetern neuen Grundwassers in Bayern etwa 1,6 Milliarden Kubikmeter oder rund 11 Prozent pro Jahr genutzt werden. Jährlich fördern die Wasserversorger rund 0,9 und die Industrie noch einmal rund 0,3 Milliarden Kubikmeter aus Grundwasserbrunnen und Quellen. Auch wenn es regional deutliche Unterschiede gibt, so enthält die Grundwasserbilanz im bayerischen Durchschnitt also noch einige Reserven.

Blumenstengel, die mit einem Spinnennetz überzogen sind. + Das ökologische Gleichgewicht des Grundwassers ist einem empfindlichen Netz vergleichbar, das rasch zerstört ist. Das Grundwasser darf nur in begrenztem Maße genutzt werden, damit der Naturhaushalt nicht geschädigt wird.